Sammlung

„Salonöfen“ um 1855
Kgl. Württ. Hüttenamt Wasseralfingen/Wasseralfingen

Sowohl raumseitig wie auch als „Hinterlader“ angebotener, bei architektonisch identischer Bauweise in bis zu acht Größen gefertigter, streng gegliederter Biedermeierofen für Holz- bzw. Holz- und Kohlebrand. In oktaedrischer Grundform jeweils einteilig gegossener Brennraum mit muschelförmigen Ausbuchtungen und auffällig durchbrochenem Fußsockel. Zwischen rundem Übergangsrahmen und zeittypischer Tropfenkappe mit flachem Revisionsdeckel dreiteilige, in Steig- und Sturzzug unterteilte rauchgasführende Zylinder mit und ohne Zwischenringe.
Die von „außen heizbaren“ Salonöfen hatten Rost, Aschenkasten sowie einen gusseisernen „Stellrahmen sammt Thürchen“. Die raumseitigen Varianten waren mit Rost, einschiebbarem Aschenkasten und einer geräumigen Schürtüre mit Querriegelverschluss im Bereich einer Seitenwandung der Brennkammer versehen.
Ein vor allem um die Mitte des 19. Jahrhunderts und besonders im süddeutschen Raum beliebter aufbau- und umzugsfreundlicher Ofentypus. Im Geschäftsjahr 1854/55 verkaufte das Wasseralfinger Werk insgesamt 116 298 Ztr. Gusswaren.
Der Exportanteil lag bei 28 Prozent. Vgl. auch Ofen Nr. 047 und Nr. 090.

Höhe: 197 cm
Breite: 58 cm
Tiefe: 58 cm
Gewicht: 169kg
Brennstoff: H, T, LK
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