Sammlung

„Regulir-Ofen“ um 1885
M. Schünemann, Eisenhütte bei Dassel

Großraumofen in oktaedrischer Grundform mit zusätzlich erhöhtem Brennraum und zylindrischen Zugverlängerern. Primärluftführender, einteilig gegossener Aschenkastensockel ohne zusätzlichen Unterbau. Zweiteilig untergliederter Brennraum mit vierteilig gefertigtem Unterteil und aufgesetzter, einteilig gegossener Brennraumerhöhung.
Zugverlängernder Säulenaufbau mit Steig- und Sturzzug in symmetrischer Kassettenornamentik, horizontal wie auch vertikal unterteilt. Tellerartiges Schlusselement mit flachem Revisionsdeckel und mehrteiliger Blattwerksbekrönung.
Die stilistische Oberflächenausgestaltung erfolgte teilweise nach klassischem Vorbild.
So wurden sowohl Öfen im Stile des Neorokoko als auch des Neobarock als solche beworben.
Auf dem Titelblatt eines noch erhaltenen alten Musterbuchs der Dasseler Eisenhütte finden sich neben dem Hinweis auf „OEFEN, HEERDE und Haushaltsgegenstände“ als Produkte der Eisenhütte die Leistungsangaben: Vernickelungsanstalt, Maschinenwerkstatt. 1843 erwarb der langjährige Pächter Joh. Fr. Dorius Schünemann (1782 – 1851) die Dasseler Eisenhütte. Sie blieb durch seinen Sohn Moritz bzw. seinen Enkel Hugo Schünemann bis 1919 in Privatbesitz. Vgl. auch Ofen Nr. 328.

Höhe: 303 cm
Breite: 64 cm
Tiefe: 64 cm
Gewicht: ca. 200 kg
Brennstoff: H, T, LK
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