Sammlung

„Ovaler Ofen“ um 1850
Vermutlich Theodorshütte/Bredelaer

Ovaler Zirkulierofen auf ursprünglich gemauertem Sockel über querrechteckig-oktaedrischem Brennkammerunterbau. Hohlkehlengefasste Bodenplatte mit Aschenfänger und Tafelrost. Jeweils einteilig gegossene Brennkammerlängs- bzw. mit Eckzargen versehene Schmalseiten. Zweifach ovaler Übergangsrahmen auf Brennkammerabdeckplatte, S-förmig angeordnete Senkrecht- und Waagerechtschächte mit separaten oberen und unteren Übergangsrahmen. Flächendeckende, vegetabile Symmetrieornamentik auf gepunztem Untergrund sowie Voll- und Halbschächte in Versatzkannellur. Die leider nur noch in Bruchstücken vorhandenen Ziertüren konnten nicht mehr rekonstruiert werden.
Die Nähe zum Veckerhagener Ofenprogramm ist unverkennbar, jedoch sprechen die mit der Nr. 16 gekennzeichneten Ofenteile für die Theodorshütte, da die Veckerhagener Eisenhütte zu dieser Zeit unter derselben Modellnummer „Zylinderöfen mit Scheideplatten“ anbot - eine sog. „Sparofen-Serie“, die nicht nur durch wohldurch-
dachtes Innenleben für eine effiziente Brennstoffnutzung sorgte. Vgl. Ofen Nr. 188. Die durch Anton Ulrich (1751-1834) in den Jahren 1826-1828 auf dem Gelände des
ehemaligen Klosters Bredelaer entstandene und nach seinem Sohn Theodor Anton
Ulrich (1790-1871) benannte Eisenhütte wurde nach dessen Tod von der
Dortmunder Union AG übernommen.

Höhe: 189,5 cm
Breite: 57 cm
Tiefe: 45,5 cm
Gewicht: ca. 160 kg
Brennstoff: H, T, LK, KK
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