Sammlung

"Kannelirter Zylinderofen" um 1840
Kur-Hessische Eisenhütte zu Veckerhagen

Stilistisch zwischen Spätklassizismus und Biedermeier, vermutlich nach einem Entwurf des Ofendesigners Wilhelm Sigmund Fulda (1781-1870) entstandener "Sparofen".
Zylindrischer Brennraum über flachem, achteckigen Aschenkastensockel auf stabrandgefasster Bodenplatte mit wuchtigen, zurückgesetzten Klauenfüßen. Kannellierte Koch- und Warmhaltezylinder mit einteiligen, trapezförmigen, am Stück gegossenen "Nischenkacheln". Flachreliefierte, mauresk gestaltete Flechtwerkornamentik der Zugverlängerer bzw. des Rohrstutzenzylinders. Reversibles, tellerförmiges Rostlager mit Rundrost sowie - im mittleren Zugverlängerer - scheibenförmiger Partikel-/Rauchgassammler mit Revisionsöffnung. Die "Gusswaaren" der bereits 1666 gegründeten, ehemals kurfürstlich-hessischen Eisenhütte Veckerhagen erfreuten sich weit über die Landesgrenzen hinaus großer Beliebtheit. Über namhafte Handelshäuser gelangten die Produkte bis nach Skandinavien und in die USA. An dieser Stelle sei auch auf die "Veckerhagener Thonstein-Öfen" verwiesen, einen historischen Vorgänger heutiger "Speicherofentechnik". Vgl. auch Ofen Nr.248.

Höhe: 160 cm
Breite: 46,5 cm
Tiefe: 46,5 cm
Gewicht: 103 kg
Brennstoff: H, T, LK
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