Sammlung

"Runder Circulirofen" um 1860
Ludwigshütte b. Biedenkopf

Vertikal sechsteilig gegliederter Biedermeierofen für kurz- und langflammige Brennstoffe. Polygonal geschwungener, einteilig gegossener Aschenkastensockel mit aufgesetzter Zuluftklappe und lose einschiebbarem Aschenkasten. Leicht zurückgesetzter, ebenfalls einteilig gegossener Brennraum gleicher Grundform mit großer Schürtüre und ringwulstartigem rundem Übergangsrahmen. Randverzierte Zylinder der Koch- und Warmhaltenische mit durchbrochenen Ziertüren und dazwischenliegendem Schmuckzylinder mit Genrebild, wohl eine Allegorie auf die Muse. Kappenartig ausgestalteter Abschluss.
Die unter der Leitung Georg Nolls vielfältigen Veränderungen des ab 1859 als „Oberhessischer Hüttenverein zu Ludwigshütte“ benannten Betriebs beinhalteten auch eine Umgestaltung und Erweiterung sämtlicher Ofenmodelle.
Die Geschichte der anfänglich urkundlich noch als „Waldschmiede“ geführten Ludwigshütte reicht bis in die Anfänge des 16. Jahrhunderts zurück. Ob die spätere Namensgebung um die Mitte des 18. Jahrhunderts zu Ehren des Landgrafen Ludwigs VIII. oder IX. von Hessen-Darmstadt erfolgte, blieb bis heute ungeklärt. Vgl. auch Ofen Nr.188

Höhe: 188 cm
Breite: 50 cm
Tiefe: 50 cm
Gewicht: ca. 110 kg
Brennstoff: H, T, LK, KK
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