"Urnenofen" um 1810
Vermutlich Gebrüder Gienanth/Eisenberg
Seriengefertigter „Dauerbrandofen“ der ersten Stunde in Urnenform. In drei Hauptteilen gegossener Kohleofen mit eingelegtem Rundrost und einschiebbarem Aschenkasten.
Korpusangepasste Feuerungstüre mit Querriegelverschluss
und manschettenartig ausgeführtem, stufenlos regelbarem Primärluftschieber. Kappenartiger, blattlyraverzierter, rundum drehbarer Rauchgassammler mit flacher Ablage und schräg angesetztem Rauchrohrstutzen.
Wie so oft ab dieser Zeit, bestimmt die Technik die Form. Dabei diente der sich nach unten verjüngende mittlere Teil des Ofens als Kohlenfüllschacht. Die auffälligen Ähnlichkeiten mit keramischen und gusseisernen Ziervasen legen den Verdacht der „Patenschaft“ nahe, unabhängig vom technischen Vorteil der Brennstoffzentrierung.
Sowohl die gusseisernen Vasen als auch die Öfen wurden in der Regel in zwei geteilten Hohlformen im Lehmgussverfahren hergestellt. Die Schmuckreliefs waren auswechselbar. Vergleiche hier: Nr. 42.

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