Sammlung

"Enger Pottofen" um 1900
Mariahütte, bei Otzenhausen/Trier

Schlicht gehaltener, sechsteiliger „Formgußofen“ in bewährt-praktischer Ausführung, jedoch leicht veränderter Aufmachung. Der wesentliche Unterschied zu einem baugleichen, aber älteren „polierten“ Ofen derselben Hütte besteht lediglich in der Oberflächennachbehandlung: Einer „rohen“ Gesamtausführung - auch der Türen, der Aschenkastenblende, der ebenfalls in Gußeisen gefertigten Griffe und Rosetten. Vgl. auch Ofen Nr. 092.
Zahlreiche Ofenmodelle der Mariahütte stammen von der im Jahre 1875 stillgelegten Abentheuererhütte, wie auch der Vermerk auf „Böcking’sche Modelle“ belegt: Die Familie Böcking war bis dahin deren Besitzer. Den in einem Abbildungskatalog über „Eisen-Guss-Waren von Carl Gottbill sel. Erben zu Mariahütte“ von 1903 als "Enger Pottofen" bezeichneten, speziell für Koks und Steinkohle gefertigten Ofen gab es in 12 unterschiedlichen Größen. Der achteckige Sockel konnte optional als "Hohlfuß" dazu erworben werden.
Obwohl die Modelle zum Zeitpunkt ihrer Übernahme bereits als veraltet angesehen werden mussten, lässt sich der Stellenwert dieser über Jahrzehnte hinweg gefertigten „ordinären“ Öfen auch beispielhaft an unauffälligen Details ablesen. Für ein- und denselben Ofentyp gab es zwei Deckelvarianten:
Eine „gerade“ und eine „geschweifte“ Ausführung. Und selbst bei den Aschenkästen konnte zwischen zwei Varianten - Blech oder Guß - gewählt werden.

Höhe: 87,5 cm
Breite: 50 cm
Tiefe: 50 cm
Gewicht: 53 kg
Brennstoff: H, T, LK,KK
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