Sammlung

"Enger Pottofen" um 1880
Mariahütte, bei Otzenhausen/Trier

Speziell für schwarze Brennstoffe gefertigter Alltagsofen mit auffälligen Details. Hohlkehlengefasster, zylindrischer Aschenkastensockel mit angepasstem „Schubladenschilde“ auf sog. „achteckigem Hohlfuß“. Niedriges Mittelteil mit stufenlos regelbarem „Primärluftrollenschieber“.
Große „Feuerthüre“ mit handgeschmiedetem Schwerkraftverschluss. Hoher, leicht konisch geformter Brennraum mit massivem Gussfutter, Rundrost und tellerartigem Abschluss samt Einlageringen für unterschiedliches Kochgeschirr. Opulente Abdeckhaube mit S-förmigen Ziergriffen. „Feuerthüren- und Schubladenknöpfe“ mit „Ofen-Rosetten“ der schildartig gearbeiteten Bedienelemente in Messing. Die Kennzeichnung P 11 steht für Pottofen Nr. 11. Der Ofen wurde in 12 Größen gefertigt.
Die zur heutigen Gemeinde Nonnweiler gehörende Ortschaft Otzenhausen mit ihrem Ortsteil Mariahütte ist in ihren Anfängen untrennbar mit der 1722 gegründeten Mariahütte verbunden. Zwar finden sich erste Nennungen einer Schmelzhütte bei Nonnweiler bereits um das Jahr 1569, jedoch spricht die Geschichtsschreibung erst mit der Übernahme der Hütte durch den wallonischen Hüttenfachmann Remacle Renard Joseph de Hauzeur (1663-1745) 1722 vom Gründungsjahr der „Mariahütte“.
Ihren endgültigen Namen Mariahütte, benannt nach der Gottesmutter als Schutzpatronin, erhielt das Eisenwerk erst mit der Übernahme durch Gottbill Carl III. (1731-1799) im Jahre 1764. Vgl. auch Ofen Nr. 109.

Höhe: 91 cm
Breite: 48 cm
Tiefe: 48 cm
Gewicht: 43 kg
Brennstoff: H, T, LK, KK
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