„Irischer Eisengußmantel-Ofen“ um 1900
Buderus’sche Eisenwerke/Hirzenhain und Lollar
Majolika-emaillierter, einteilig gefertigter Festbrennstoffofen „Teddi“ in klassischer Jugendstilornamentik und quadratischer Grundform. Vierteiliger, über Eck verschraubter und zusätzlich innen verstangter Hauptkörper auf schwerer Bodenplatte mit leicht ausgestelltem Fußwerk. Rechtsseitig angeschlagene Schürtüre mit Sichtfenster und Zuluftregler auf separat aufgesetztem Schürtürrahmen. Pyramidenstumpfartige, leicht ausladende Zierhaube mit tertiärluftführender Fülltüre über innenliegender, reversibler Flammschutzhaube.
Abnehmbare Wasserverdunstungsschale mit durchbrochen gearbeitetem, flachem Zierdeckel. Dreiseitig, streng symmetrisch angeordnet und stilisiert fortgeführt, als Hauptmotiv die Wildrose. Es war selbstverständlich, dass die „Anleitung zur Größenauswahl eiserner Zimmeröfen“ jeweils „unter Berücksichtigung der baulichen, örtlichen und klimatischen Verhältnisse“ erfolgte.
Durch Rechenbeispiele anhand von „Heizleistungstafeln“ der einzelnen Öfen konnte ein exakter Brennstoffverbrauch für eiserne Dauerbrandöfen ermittelt werden. Brennstoffverbrauchsangaben erfolgten gestaffelt nach der Qualität der einzelnen Kohlesorten. Auf der Suche nach preiswerten und unkomplizierten Dauerbrandöfen entstand auch der sog. „Irische Normal-Dauerbrandofen für jedes Brennmaterial“, in hier gezeigter Ausführung.

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