Sammlung

„SVOAS 55“ um 1940
Svoas, Stara Hut/Tschechoslowakei

Kompakter, zweckorientierter Miniaturdauerbrandofen mit europäischer Geschichte. Ein vermutlich vor oder während des zweiten Weltkrieges in unkomplizierter Grundausstattung seriengefertigter „Notofen“ in ovaler Grundform, hergestellt aus nur wenigen Bauteilen und in schlichter, zeitlos-eleganter Linienführung.
Zweiteilig gegossener Ofenmantel mit rückwärtigem Rauchrohrstutzen, frontseitiger Fülltüre und primärluftführender Aschenkastentüre auf einteiliger Bodenplatte mit angeschraubtem, leicht ausgestelltem vierteiligem Fußwerk. Brennraum mit gusseisernem Futter, Rostsystem und Rauchgasschikane. Fest montierter, flacher, kochtauglicher Abschlussrahmen mit Herddeckel. Für enge Räumlichkeiten, z.B. Militärfahrzeuge, wurde auch eine Ausführung mit „Rauchrohrstutzen oben“ angeboten.
Die gegen Ende des 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts unter Franz Maximilian von Mansfeld (1639-1692) zur regionalen Eisenerzeugung gegründeten Siedlungen samt dortiger Hütte wurden 1714 unter dem Ortsnamen Stara Hut (Althütten) zusammengefasst, blieben jedoch bis Mitte des 19. Jahrhunderts dem Nachfolgegeschlecht des Mansfelder Adelshauses der Herrrschaft Dobrisch untertänig. Bis zu ihrer Stilllegung 1926 produzierte die dort ansässige, heute noch existente Hütte auch Gebrauchsguss und landwirtschaftliche Geräte.
Der damalige Gießereimeister Josef Svojita gründete daraufhin im Jahr 1932 in Stara Hut eine eigene Gießerei, die in der Folgezeit den Namen „SVOAS“ (Svojitka a syn) erhielt. Seit 1991 ist die Familie Svojitka wieder als Gießereibetrieb tätig.

Höhe: 61 cm
Breite: 26 cm
Tiefe: 21 cm
Gewicht: 25 kg
Brennstoff: H, T, LK, KK
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