„Hopewell-Ofen“ um 1925
F.C. Klein, Carlshütte/Biedenkopf
Klassischer doppelstöckiger Hopewellofen mit „flacher Feuerung“ für langflammige Brennstoffe und S-förmiger Rauchgasführung. Mehrteiliger Unterofen auf niedrigem Fußwerk.
Querliegender Brennraum; darüber befindlich eine Kochfläche mit Doppelloch und Ringsätzen für variables Kochgeschirr. Geräumige Warmhaltekammer zwischen kochtauglichem Übergangs- und flachem Abschlussrahmen samt Rohrstutzen und Revisionsdeckel. Eher schlicht gehaltene Jugendstilornamentik mit links- und rechtsseitigen Bildmotiven aus dem Landleben. Unter Beibehaltung der Modellgröße Nr. 5 sind hier - im Gegensatz zum Vorgängermodell - die Doppelflügeltüren wie auch die vierteilig gefertigte Galerie in Art-deco-Manier gestaltet.
Der vor allem in ländlichen Gegenden weit verbreitete und beliebte Ofentyp erfreute sich einer fast hundertjährigen Entwicklungsgeschichte. Im Gestehungszeitraum produzierte das Werk mit etwa 400 Mitarbeitern täglich bis zu 200 Öfen. Trotz zeitgleich durchgeführter Modernisierungsarbeiten kam es 1931 aufgrund der Wirtschaftskrise zum Konkurs.

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