„Fourneau de Salle a deux fours“ um 1900
Fonderies de Fallon/Haute-Saone
Auffälliger, als Allesbrenner für feste Brennstoffe konzipierter Kochofen in vertikaler Anordnung mit interessanter, stimmiger Farbgebung. Einteilig gegossener Aschenkastensockel auf schwerer, stabrandgefasster Bodenplatte mit über Eck gesetztem Fußwerk in Form von Löwenköpfen.
Niedriger Brennraum mit Front- und Seitenfeuerung. Doppelzügige, großräumige Koch- und Warmhaltekammer mit geschlossenen Flügeltüren und hüttentypischen Griffen in Faustform. Schwerer, leicht ausladender, einteiliger Abschlussrahmen mit großer Warmhaltefläche und aufklappbarem, in Gitterornamentik durchbrochenem Zierdeckel.
Sichtseitig sich wiederholende florale Kartuschenornamentik.
Bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts ist für das Hüttenwerk Ofenguss nachweisbar. Die Erzeugnisse des zusätzlich 1893 zum Emaillieren - auch von Ofenteilen - in Betrieb genommenen Emaillierwerks bestachen durch Qualität und Farbenpracht. Dabei war die auf die Grundierung als Paste aufgetragene leichtschmelzige Zieremaille Voraussetzung für anschließende Vergoldungen jeglicher Art.

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