„Regulir-Ofen“ um 1900
Eisenhütte Mägdesprung/Mägdesprung
Kantiger, in Modulbauweise gefertigter „Regulir-Ofen“ in querrechteckiger Grundform und mit verspielter, dreiteiliger Bekrönung. Einteilig gegossener Aschenkasten- bzw. Fußsockel. Vierteiliger Brennraum mit klassisch unterteilter Heizbrust sowie Steh- und Tafelrost zwischen bandwerksverzierten Übergangsrahmen. Ebenfalls vierteilige Warmhaltekammer mit durchbrochener Rundbogentüre zwischen zugverlängernden, in Einzelteilen gefertigten Querschächten.
Sichtseitig zeittypische, symmetrisch fein ziseliert ausgestaltete Kassettenornamentik. Neben der hier gezeigten Variante wurde das Ofenmodell sowohl mit zwei übereinanderliegenden Warmhaltekammern als auch noch mit einem zusätzlich dazwischenliegenden Zugverlängerer angeboten. Das Brennraumvolumen blieb dabei unverändert.
Die in ihren Anfängen bis ins Jahr 1644 zurückreichende Geschichte der Mägdesprunger Eisenhütte war mehr als wechselhaft. Die auffälligsten Ofenmodelle wurden im zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts gefertigt. Vgl. Ofen Nr. 170.

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