„Füll-Regulir-Ofen No. 24.“ um 1895
Olsberger Hütte/Olsberg
Filigran ornamentierter, zeittypischer „Füll-Regulir-Ofen“ in rechteckig-oktaedrischer Grundform und vertikaler Gliederung mit Primär- und Sekundärluftführung. Vierteiliger Aschenkastensockel zwischen stabrandgefasster Bodenplatte mit umlaufendem Fußwerk und rostlagerintegriertem Übergangsrahmen samt Kipprost. Geräumiges, ebenfalls vierteiliges „Feuerstück“ (Originalbezeichnung für diesen Brennraum) mit separat beschlagener Feuerungs- bzw. schwerer, primärluftführender Schürtüre. Technisch interessante, mehrteilige, steig- und sturzzugführende hohe Warmhaltekammer mit auffällig gearbeiteter Rundbogentüre in Gitterwerksornamentik. Vierteilig mit Blechwinkeln über Eck vernietete, dem Revisionshut angepasste Zierkrone.
Die lange Geschichte der Olsberger Hütte lässt sich, vermutlich in ihren Anfängen als Waldschmiede, bis zum Beginn des 15. Jhdts. zurückverfolgen. Aus dem Jahr 1522 sind für das Sauerland erste Ofengüsse belegt. Zum Portfolio der sich zur „Olsberg Gruppe“ weiterentwickelten Olsberger Hütte gehören heute noch Kamin- und Pelletöfen.

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