Sammlung

„Regulirofen“ um 1885
Verm. Eisenwerk Lauchhammer/Gröditz

Markanter Stubenofen mit ambivalenter Befeuerungsmöglichkeit in querrechteckig-polygonaler Grundform und vertikaler Gliederung. Einteilig gegossener Aschenkastensockel mit dreiseitigen Konvektionsgittern. Vierteiliger, hoher, optisch unterteilter Brennraum mit sowohl Front- wie auch rückseitiger Bedienbarkeit zwischen hohlkehlen- bzw. perlstabverzierten Übergangsrahmen. Zeittypische, stabrandgefasste Kartuschenornamentik mit flächendeckendem Rautenmuster von Front- und Rückseite der Koch- und Warmhaltekammer. Doppelzügige Rauchgasführung. Abschließend auffälliger, vierteiliger, querliegender Zugverlängerer in ebenfalls polygonaler Grundform mit leicht geschwungenem, galerieartigem Schlussrahmen.
Durchbrochen gearbeitete Kammertüren mit zwei sich gegenübersitzenden, offensichtlich „Friedenspfeife“ rauchenden Indianern. Über die zeitliche und räumliche Nähe zu Karl May (1842 - 1912) und seine schon in den Siebzigerjahren des 19. Jahrhunderts publizierten „Indianergeschichten“ darf spekuliert werden. Friedenspfeiferauchende Menschen auf einem Ofen hätten die pazifistische Seite Karl Mays sicherlich schmunzeln lassen - liebte er doch die Symbolik.

Höhe: 214 cm
Breite: 63 cm
Tiefe: 51 cm
Gewicht: ca. 200 kg
Brennstoff: H, T, LK
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