Sammlung

„Regulirofen“ um 1880
Wiedaer Hütte, Wieda/Harz

Querrechteckiger „Füllschachtofen mit Leuchtthüren“ und hoher Kochkammer. Vierteiliger Brennraum auf einteilig gegossenem, primärluftführendem, schlichtem Aschenkastensockel. Zugverlängernde, ebenfalls einteilig gegossene Quer- und Senkrechtschächte zwischen hohlkehlengefassten Übergangsrahmen. Galerieartiges, leicht ausladendes Abschlussgesims mit Revisionsdeckel und dreiteilig gefertigter Bekrönung.
Die mit ihren Modellnummern 110 und 115 in ihrem äußeren Erscheinungsbild - abgesehen von der Heizbrust - vollkommen identischen Öfen unterscheiden sich technisch grundlegend: So wurde das Modell mit der Nummer 115 als „Regulir-Windofen“ beworben, das Modell mit der Nummer 110 als „Regulir-Ofen mit Füllschacht und Leuchtthüren“ - ein Versuch, auf der Basis vorhandener Modelle bislang gut funktionierende „Zeitbrandfeuerstätten“ für langflammige Brennstoffe nun zu Dauerbrandöfen umzubauen. Zu den herausragenden Qualitätsmerkmalen der in Wieda gegossenen Öfen gehörten saubere Oberflächen und Passgenauigkeit, die eine Nachbearbeitung weitestgehend unnötig machten. Die Hütte lieferte in ihrer Hochzeit, den Jahren 1880 bis 1910, Präzisionsguss vom Feinsten: Zeugnis für die hohe Kunst der Handformerei. Hauptabsatzgebiete waren Thüringen, Braunschweig, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Höhe: 205 cm
Breite: 53 cm
Tiefe: 41 cm
Gewicht: ca. 120 kg
Brennstoff: LK, KK
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