Sammlung

"Regulirofen" um 1890
Norder Eisenhütte/Norden

Querrechteckiger, primär- und sekundärluftgeführter Ofen mit hochgelegter, als "Durchreiche" ausgeführter Warmhaltekammer. Vierteilige Brennkammer zwischen am Stück gegossenem Aschenkastensockel und geschweiftem Zugverlängerer.
Auffällige Kuppelbekrönung.
Hüttentypischer, innenliegender Querriegelverschluss mit freilaufender Luftrosette sowohl der Aschenkasten- wie auch der Schürtüre. Neben den klassischen "Reguliröfen" - zunehmend wahlweise mit und ohne Füllschacht angeboten - produzierte die Norder Eisenhütte gegen Ende des 19. Jahrhunderts "Ofenthüren, Wärmeröhren-Thüren" sowie "Vorstellplatten" (im Sinne vorgesetzter Heizbrüste), um offene Feuerstellen effizienter bzw. Ofenanlagen für langflammige Brennstoffe auch für den Kohlebrand tauglich zu machen. Julius Meyer (1817-1863), der 1850 die Hütte - ursprünglich als reine Eisengiesserei - gründete, zählt zweifellos zu den interessantesten Gründerzeitpersönlichkeiten der deutschen Eisenindustrie. Die Produkte der Norder Eisenhütte gehören zu den "Exoten" unter den historischen Gusseisenöfen.

Höhe: 214 cm
Breite: 59 cm
Tiefe: 47 cm
Gewicht: 127 kg
Brennstoff: H, T, LK
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