Sammlung

"Regulier-Kochofen" um 1900
Amalienhütte, Laasphe


Monströser, querrechteckiger Funktionsofen mit extragroßer Koch- und Warmhaltekammer sowie separatem "Trockenraum". Der Durchmesser des größten Kochfachringes beträgt 41 cm! Primär-, sekundär- und tertiärluftgeführter herdähnlicher Brennraum mit Steh- und kippbarem Tafelrost. Das in drei Größen gefertigte Modell war sowohl mit rechts- wie auch linksseitiger Querfeuerung lieferbar; hier die größte Variante.
Hüttentypisch das stabrandgefasste, flächendeckende Ziegelmusterdekor. Vierteilige, durchbrochene Zierkrone sowie mit weißen Porzellanknöpfen versehene Querriegelverschlüsse. Die ursprünglich im Jahre 1707 als Hammerwerk gegründete Eisenhütte erhielt ihren Namen nach Catharina Amalie Jung (1782-1850), der Witwe des 1847 verstorbenen Hüttenfachmanns Johann Jakob Jung (1779-1847), der bereits zu Lebzeiten sein Interesse am Niederlaaspher Hammer bekundet und diesen 1846 gekauft hatte.
J.J.Jung legte den Grundstein für den 1883 gegründeten Hessen-Nassauischen Hüttenverein. Dazu gehörten neben der Amalienhütte die Ludwigs-, Eibelshäuser- und Wilhelmshütte/Biedenkopf. „Regulirkochöfen“ spielten innerhalb der Regulier-Füllöfen in der Produktpalette der Amalienhütte schon immer eine zentrale Rolle, darunter auffallend viele Geräte mit herdähnlichem Unterbau.

Höhe: 198,5 cm
Breite: 80 cm
Tiefe: 56 cm
Gewicht: 204 kg
Brennstoff: H, T, LK
Copyright 2014-2023 | Deutsches Eisenofenmuseum | Karin Michelberger & Wilfried Schrem | Impressum & Datenschutz