Sammlung

"Cannelirter Säulen-Ofen" um 1840
Gebrüder Böcking/Region Hunsrück, Saar

Zwölfteiliger, spätklassizistischer Steinkohleofen mit extraschwerem, reversiblem "Futter und Rost". Geschweifter Aschenkastensockel mit einschiebbarem Aschenkasten auf quadratischem Unterbau. Dreiteiliger Säulenaufbau zwischen ausladend kreisförmig gewusteter Basis und vergleichbar ausgearbeitetem Kapitell. Randverstärktes, querrrillen- und blattmaskenverziertes Mittelteil mit eingepasster „Feuerthüre“ samt innenliegender Verschlusstechnik zwischen langgestreckter, primärluftführender bzw. mit Schrägrohrstutzen ausgestatteter kannelierter Säule.
Flacher Revisionsdeckel in kreisrunder bzw. sternförmiger Musterung. Die ursprünglich zur Unternehmerfamilie Böcking gehörende Asbacher, Gräfenbacher und Abentheuerer Hütte entwickelten sich unter der Regie von Rudolf Heinrich Böcking (1810-1871) sehr unterschiedlich. Ein um die Mitte des 19. Jahrhunderts entstandener Abbildungskatalog zeigt das vielfältige Portfolio der drei Hütten.
Dazu gehörten u.a. „Cannelirte Säulen-Öfen“ obiger Bauart, doch ist eine genauere Zuordnung zu einer dieser Hütten nicht möglich.
Die Stilllegung der Abentheuerer Hütte im Jahre 1875 und deren teilweise Modellübernahme durch die Mariahütte in Otzenhausen erklärt immerhin den dortigen Hinweis auf „Böcking’sche Modelle“. Bekanntestes Mitglied der Familie Böcking war Rudolf Böcking (1843-1918), der sich als studierter Hüttenfachmann u.a. durch die technische Weiterentwicklung zur Herstellung gusseiserner Röhren einen Namen machte.

Höhe: 139 cm
Breite: 43 cm
Tiefe: 43 cm
Gewicht: 81 kg
Brennstoff: H, T, LK, KK
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