Sammlung

"Rundofen" um 1835
Kgl. Württ. Hüttenwerk Wasseralfingen/Wasseralfingen

Spätklassizistischer „Säulenofen“ mit Steig- und Sturzzug. Vierteiliger, passgenauer Säulenaufbau auf formgleichem, leicht ausladendem Unterteil samt Wandansatz und durchbrochen gearbeitetem, oktaedrischem Sockel. Vermutlich nach Zeichnungen des Frankfurter Baurats Rudolf Burnitz (1788-1849) in den Jahren 1828/29 entstandener und mit Weitbrecht’scher Ornamentik versehener „Säulenofen“. Für das „Modelleurgeschäft“ war ab 1823 der Bildhauer und Zeichner Conrad Weitbrecht (1796-1836) verantwortlich und erhielt 1825 zusätzlich den Amtstitel „Inspektor über die Formerei“ („Geschichte des Königl. Württ. Hüttenwerkes“, Julius Schall, Stuttgart, 1896).
Als Motive finden wir: Zwei Panther mit Früchtekorb, der geflügelte Knabe mit Panther sowie schaukelnde Knaben - in der friesartigen Ausführung des Revisionszylinders. Die vor allem unter Wilhelm Faber du Faur (1786-1855) während seiner 32jährigen Amtszeit vorangetriebenen technischen Verbesserungen auf dem Gebiet des Giessereiwesens machten auch die Anschaffung neuer Modelle notwendig: Holzmodelle wurden durch Metallmodelle ersetzt und die neu hinzugekommene Sandformerei ermöglichte wirtschaftlicheres Arbeiten.
In der Reihe der ab 1803 herausgebenen „Abbildungshefte“ des Wasseralfinger Hüttenwerks finden sich Im Heft Nr. 2 (1816-1825) über Zimmeröfen bereits „Ringwulst- bzw. Rundöfen“, klassische „Säulenöfen“ mit Steig- und Sturzzug erst im Heft Nr. 3 (ab 1825).
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Höhe: 144 cm
Breite: 43 cm
Tiefe: max. 60 cm
Gewicht: ca. 85 kg
Brennstoff: H, T
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