Sammlung

"Sechsplattenofen", datiert 1744
Waldeck’sche oder westfälische Hütte

Einfacher, sechsteiliger Kastenofen für langflammige Brennstoffe mit querluftführender Holzbrandtüre. Hochformatige Plattenanordnung zwischen breitrandig-hohlkehlengefasster Deck- und Bodenplatte auf schmiedeeisernem Vierkantfußwerk.
Zur Gewährleistung der Betriebssicherheit auffällige Horizontal- und Vertikalverbindungen mit außenliegender Verschraubung mit handgeschmiedeten Vierkantmuttern. Sämtliche Montagelöcher mit erhabenem Rand. Übereinstimmende, zierrahmengefasste Bildgebung eines springenden Pferdes im Flachrelief, frontseitig mit Jahreszahlkartusche.
Die Monogramme „AEV“ sind die Initialen des sauerländischen Hüttenpächters Adam Eberhard Ulrich, des Marsberger Faktors Johann Theodor Natorp und dessen Sohnes Ignatz Adolf Natorp, die auch die Hütte in Altenbeken gepachtet hatten. (Celler Chronik 2, 1985) Diese Monogramme gelten für den Zeitraum 1735-1749.
Der Kennbuchstabe "B" diente als Größenangabe. Das „springende Pferd“, im heraldischen Sinne auch „Sachsenross“ genannt, gehörte Im 17. Jahrhundert zu den beliebtesten Plattenmotiven in Norddeutschland.

Höhe: 86 cm
Breite: 38,5 cm
Tiefe: 51 cm
Gewicht: ca. 120 kg
Brennstoff: H, T
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