Sammlung

"Steinkohlen-Ofen" um 1865
Rheinböllerhütte/Rheinböllen

Kleiner, sechsteiliger Steinkohleofen in klassischer Säulenform mit praktischen Raffinessen. Runder Aschenkastensockel zwischen tellerartiger Bodenplatte und gewulstetem Übergangsrahmen mit angeformtem, trichterförmigem Aschesammler. Schmuckloser, randverstärkter Hauptkörper mit rechtsseitig angeschlagener Feuerungs- und Schürtüre. Auffälliges „Drehrohrstück“: Zylindrisches Bauteil mit Rohrstutzen für allseitigen Rohranschluss.
Leicht ausladendes Kapitell mit glatter Oberfläche. Der Ofen wurde zu einer Zeit gegossen, als die Rheinböller Eisenwerke ihren wirtschaftlichen Höhepunkt erreicht hatten. Mit bis zu 600 Mitarbeitern, drei Hochöfen und drei Kupolöfen erzeugte die Hütte z.B. im Jahre 1863 knapp 4 000 Tonnen Gusswaren.
Der bereits im zweiten Musterbuch der „Rheinböller Eisenwerke“ um 1825 als „Steinkohlen-Ofen AH.außen heizbar.“ geführte Säulenofen findet sich baugleich im dritten Musterbuch der Rheinböllerhütte um 1864 immer noch, jedoch auch mit dem Vermerk „IH“, für raumseitigen Betrieb. Türen und Türbeschläge konnten in verschiedenen Ausführungen, auch verziert, zusätzlich bestellt werden.

Höhe: 78 cm
Durchmesser: max. 31,5 cm
Gewicht: 26 kg
Brennstoff: H, T, LK
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