"Kanonenoefen" um 1850
Kgl. Württ. Hüttenamt Wasseralfingen/Wasseralfingen
Auf leicht ausgestelltem Fußwerk komplett identisches Pärchen vierteilig gegossener Biedermeier-Ringwulstöfen in knapper Bildsprache. Rostloser, pfauenmotivgeschmückter Brennraum mit kubischem Wandansatz, blechbeschlagener Schürtüre, Querluftführung und Querriegelverschluss. Revisionshaube mit fleuronartigem Zierfries.
Die mit der Bezeichnung „Kanonenoefen“ aufgeführten Holzöfen gehören ursprünglich zu einer Trilogie baugleicher, sich lediglich durch Gewicht und Ziermotiv unterscheidender kleiner Zimmeröfen, die immer noch als „Hinterlader“, also von außerhalb des Raumes, zu befeuern waren. Um 1855 wurde dieser Ofentyp nur noch in zwei Größen gefertigt und findet sich auch nicht mehr in darauf folgenden Ausgaben.
Das „Pfauenmotiv“ lässt sich gesichert dem Bildhauer und Zeichner Conrad Weitbrecht (1796-1836) zuordnen. Pfauen - in der griechischen Mythologie die heiligen Tiere von Hera, der Gemahlin des Zeus - wurden im Urchristentum zum Symbol der Auferstehung und Allwissenheit Gottes.

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