"Canellirter Säulen-Ofen" um 1850
Vmtl. Kgl. Württ. Hüttenwerk Wasseralfingen/ Wasseralfingen
Seltener Biedermeierofen in quadratischer Grundform, mit zylindrischen Zugverlängerern. Jeweils einteilig gegossener Aschenkastensockel und kubischer Feuerungskasten, ausgestattet mit Tafelrost und großer Schürtüre.
Leicht ausladender quadratischer Deckrahmen mit ringwulstförmigem Übergang zum vierteilig zugverlängernden Säulenaufbau. Rosenbesetzter, niedriger Schmuckzylinder zwischen kannelierten Zylinderteilen und flachem, umlaufend verziertem Revisionshut. Die Seitenwände der Brennkammer zeigen eine ausdrucksstarke Szene aus dem Alltagsleben in der „Schmiede“: Auf einem Amboss schmiedet der Meister unter den Augen seines Lehrlings ein Stück Eisen.
Als Vorlage diente ein dem Weitbrechtschüler Christian Plock (1809-1882) zuzuschreibender Entwurf. Plock übernahm nach dem frühen Tod seines Lehrmeisters Conrad Weitbrecht im Jahre 1836 dessen Aufgabenbereiche im Werk Wasseralfingen. Dies sowohl als Hinterlader wie auch raumseitig zu betreibende Modell findet sich in unterschiedlichen Größen fast zeitgleich - mit veränderter Bildgebung - auch in den Abbildungsheften der Rheinböllerhütte. Vergleiche Ofen Nr. 265.

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