Sammlung

"Säulenöfen" um 1850
vmtl. Fürstlich Hohenzollernsches Hüttenwerk Laucherthal/Sigmaringendorf

Zeittypische, in fast identischer Architektur und Grundausstattung als Hinterlader gefertigte Biedermeieröfen für langflammige Brennstoffe, durch Kennzeichnung belegt in mindestens vier Größen gefertigt. Baugleicher, in quadratischer Grundform gegossener Fußsockel mit sichtseitigem Spiralrankenwerk samt eingebundener Blütenrosette und offenem Übergang. Ebenfalls identisch hergestellter zylindrischer Brennraum mit kubischem Wandansatz auf gewulsteter Basis und floralen Einzelmotiven wie Eichenlaub und Rosen.
Betont säulenartiger Aufbau mit zentraler Bildgebung: Allegorie der Liebe mit Taubenpaar und Köchern sowie einer liebevoll ausgearbeiteten Alltagsszene mit knieender Gärtnerin, Knabe und Blumenvase. Als Revisionsöffnung perlstab- bzw. rankenverzierte tellerartige Kapitelle.
Ein vermutlich wahlweise zu bestellender rundrechteckiger Flachrost mit Stollen ermöglichte sowohl offenen „Aschefall“ als auch „Unterluft“, ein in torfreichen Gegenden nicht zu unterschätzendes Hilfsmittel. Neben den nach wie vor die Ofenarchitektur bestimmenden Formen der Platten- und Etagenöfen entwickelten sich ab dem Klassizismus innerhalb der Rundöfen explizit Öfen mit betonter Säulenform.
Vgl. auch Ofen Nr. 079.

Höhe: 150 cm
Breite: 47 cm
Tiefe: 61 cm (incl. Schacht)
Gewicht: 91 kg
Brennstoff: H, T
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