"Olsberger Kachel-Ofen" um 1890
Olsberger Hütte/Olsberg
Traditioneller, mehrteiliger „Guss-Kachel-Ofen“ mit bereits kohlebrandtauglichem Unterbau in runder Grundform, jedoch ovalem Kammerüberbau. Geräumiger Aschenkastensockel mit einschiebbarem Aschenkasten zwischen randverzierten Übergangsrahmen. Dreiteiliger Unterofen mit kannelliertem Brennraum, primärluftbesetztem niedrigem Zylinder und sich erweiterndem Kochkachelunterteil mit großer Feuerungstüre. Brennraum mit extra schwerem Rundrost und austauschbarem Futter.
Einteilig gegossene Koch- bzw. Warmhaltekammer mit reversibler Innenausstattung und ornamentierten Doppelflügeltüren. Zylindrischer Rauchgassammler mit lorbeergefasstem Porträtmedaillon und Rauchrohrstutzen zwischen verzierten Übergangsrahmen und leicht ausladender Tropfenkappe samt Revisionsdeckel. Die gezeigte Modellvariante wurde in vier unterschiedlichen Größen sowohl mit einer als auch zwei „Kacheln“ gefertigt. Mit identischem Unterbau wurde zeitgleich auch ein sog. „Briloner Ofen“ angeboten; Koch- und Warmhaltekammer sind dabei in Form und Funktion mit sog. „Hopewellöfen“ vergleichbar.
Die von der Olsberger Hütte schon um 1860 gezeichneten runden „Kachel-Öfen“ waren noch „weit im Feuerraum“, obwohl sich bereits zu dieser Zeit kohletaugliche „Absatz-Öfen“ im Programm befanden. Der gezeigte Ofen ist die jüngste Modellvariante der Olsberger „Kachel-Öfen“ und wurde auf Wunsch In dieser Ausführung noch bis zu Beginn des 20. Jahrhundets gefertigt.

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