Sammlung

"Würtemberger Säulen-Ofen" um 1855
Rheinböllerhütte/Rheinböllen

Wandseitig zu befeuernder, fünfteilig gegossener „Säulen-Ofen“ mit „Aufsätzen“, sprich einzeln gefertigten Zylinderteilen, auf achteckigem, randverstärktem Unterbau in durchbrochener Ausführung, mit achtspitzigem Kreuzmotiv der Seitenflächen. Als Ofenschmuck sehen wir Artemis als Jägerin, mit Hund, Bogen und Köcher sowie spiegelbildlich angeordnete Sphinxe - beides Arbeiten aus der Werkstatt Conrad Weitbrechts (1796-1836).
Schlusszylinder mit tiefgeschnittener, symmetrisch ausgelegter Flechtwerksornamentik und zentralem Maskaron. Aufgrund eines sich rasant verändernden Portfolios der Wasseralfinger Hütte um die Mitte des 19. Jahrhunderts erfolgten nicht nur „Modellbereinigungen“, sondern auch Kooperationen mit anderen Hüttenwerken, wie der Rheinböllerhütte.
So finden ursprünglich noch in Wasseralfingen gefertigte „Rundöfen“ mit identischem Aufbau und Weitbrecht’scher Motivgebung unter der Bezeichnung „Würtemberger Säulen-Ofen“ Eingang in die dortigen Abbildungskataloge. Die Gestehung des Ofens fällt bereits in einen Zeitraum zahlreicher brennstoffspezifischer Überlegungen, bestehende Holzöfen „kohletauglich“ zu machen. Das Jahrhundert der Kohleöfen hatte begonnen.

Höhe: 119 cm
Breite: 34 cm
Tiefe: max. 50 cm
Gewicht: 60 kg
Brennstoff: H, T
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