
Der Vasenofen
Die Vase als heiztechnisch dysfunktionales Zierelement findet sich bei Kachelöfen bereits im 17. Jahrhundert und blieb uns z.B. als Wasserverdunstungsschale bis heute erhalten.
In ihrer funktionalen Eigenschaft als Rauchgassammler und Verbindungsstück zwischen Unterofen und Schornstein sind vasenähnliche Bauteile vermehrt ab der Mitte des 18. Jahrhunderts sowohl in keramischer als auch gusseiserner Ausführung anzutreffen und finden in der diesbzl. Fachliteratur namensgebend Verwendung: „Unter dieser Gruppenbezeichnung sind nur solche Erzeugnisse - ganz gleich ob Fayence- oder Eisenöfen - zu verstehen, bei denen der vasenförmige Oberofen nicht als bloße Schmuckform behandelt ist, sondern mit dem Unterofen einen durchgehenden Feuerraum bildet, wobei also die Vase ein echter Bestandteil des Ofens ist.“ („Deutsche Öfen“, Fritz Blümel, München, 1965).
Zurück